Pflanzen & Pflege

Garten winterfest machen: Checkliste für Herbst und Winter

Die Monatsliste von Oktober bis Februar zeigt, wann Sie Hecken schneiden, Pflanzen schützen und Akkus, Mähroboter und Heckenschere einlagern.

Von der RedaktionAktualisiert am 3. November 2026So vergleichen wir
Kurz beantwortet

Heckenrückschnitte sind von Oktober bis Ende Februar erlaubt, Akkus lagern Sie bei 15 bis 20 °C und 30 bis 70 % Ladung frostfrei im Haus. Immergrüne Gehölze wässern Sie Mitte Oktober mit 30 bis 40 l je Quadratmeter. Ab 1. März gelten die Schnittverbote nach § 39 BNatSchG.

  • Monatsliste Oktober bis Februar
  • Akku-Lagerung
  • Mähroboter einwintern
  • Heckenschere pflegen
  • Rückschnitt-Fenster
  • Naturnah überwintern

Was gehört auf die Checkliste für Herbst und Winter?

Zehn Aufgaben verteilen sich auf fünf Monate: wässern, pflanzen, schützen, einlagern und schneiden. Die Tabelle ordnet jeder Aufgabe den passenden Monat zu. Die Hinweise stammen von der Bayerischen Gartenakademie, vom BUND und von Herstellern. Die Details folgen in den Abschnitten darunter.

Checkliste für den Garten von Oktober bis Februar
MonatAufgabeGrund
OktoberImmergrüne Gehölze gründlich wässernWasserbedarf im Winter höher als bei Laubgehölzen
OktoberHecken zurückschneiden (ab 1. Oktober)Verbot nach BNatSchG endet am 30. September
Oktober und NovemberHecken und Sträucher pflanzenGehölze wurzeln über den Winter ein
NovemberRosen anhäufeln, empfindliche Gehölze abdeckenFrostschutz
NovemberAkkus, Heckenschere, Häcksler und Mähroboter einlagernSchäden durch Tiefentladung und Frost vermeiden
NovemberNistkästen reinigenÜberwinternde Parasiten entfernen
DezemberWasserstelle und Futter für Vögel anbietenVögel brauchen im Frost Wasser
Dezember bis FebruarSamenstände der Stauden stehen lassenNahrung für Vögel
JanuarAkkus im Lager kontrollierenLagerdauer idealerweise bis sechs Monate
FebruarLetzte Heckenrückschnitte erledigenAb 1. März gilt das Verbot

Quelle: Bayerische Gartenakademie (Merkblatt 4153), BUND (Garten naturnah winterfest machen), Einhell (Akku-Ratgeber), § 39 BNatSchG

Was erledigen Sie im Oktober?

Wässern Sie im Oktober immergrüne Gehölze mit 30 bis 40 l je Quadratmeter Pflanzfläche. Die Bayerische Gartenakademie begründet das mit dem Wasserbedarf: Sommergrüne Laubgehölze verbrauchen im Winter drastisch weniger Wasser, immergrüne Laub- und Nadelgehölze mehr. Der beste Zeitpunkt ist Mitte Oktober, besonders in Jahren mit geringen Herbstniederschlägen. Zu wässern sind Koniferen wie Eibe, Wacholder und Lebensbaum sowie immergrüne Laubgehölze wie Kirschlorbeer, Buchsbaum und Berberitze. Die Wurzelballen müssen durchdringend feucht werden.

Im Oktober beginnt auch das Schnittfenster. Der BUND erinnert: Ab dem 1. Oktober sind Rückschnitte und die Neuanlage von Hecken laut Bundesnaturschutzgesetz wieder erlaubt. Der Herbst ist außerdem die ideale Zeit, Hecken neu anzulegen. Der Beitrag Hecke pflanzen: Zeitpunkt, Abstand und Anleitung zeigt den Ablauf.

Weitere Aufgaben im Oktober:

  • Rechen Sie Laub vom Rasen, weil das Gras darunter faulen kann. Der BUND rät zu Rechen und Harke statt zu Laubbläsern.
  • Legen Sie Laub unter Hecken und auf Beete, wo es Winterschutz und Nährstoffe liefert.
  • Setzen Sie Zwiebeln von Frühblühern etwa 5 cm tief in die Erde, damit frühe Wildbienen im Frühjahr Futter finden.
  • Graben Sie Dahlien und andere frostempfindliche Knollen aus, wenn die Temperatur auf etwa 3 Grad sinkt.

Wer Laubbläser nutzt, beachtet die Zeiten der 32. BImSchV. Nach § 7 Abs. 1 Nr. 2 dürfen Laubbläser und Laubsammler in Wohngebieten werktags nicht von 7 bis 9, 13 bis 15 und 17 bis 20 Uhr laufen, es sei denn, sie tragen das EU-Umweltzeichen. Zwischen 20 und 7 Uhr sowie sonn- und feiertags ruhen sie ganztägig.

Was erledigen Sie im November?

Der November gehört dem Frostschutz und dem Einlagern der Geräte. Die Gartenakademie nennt für Beetrosen den Rückschnitt auf die Hälfte der Trieblänge und das Anhäufeln mit etwa 15 cm Erde. Empfindliche Sorten decken Sie zusätzlich mit Fichtenzweigen ab. Bei harten Frösten ist eine 20 cm dicke Schüttung mit trockenem Laub im Wurzelbereich zu empfehlen, zum Beispiel für Sommerflieder und Hibiskus in ungünstigen Lagen. Den endgültigen Rückschnitt der Rosen setzen Sie erst im Frühjahr kurz vor dem Austrieb.

Nicht winterfeste Kübelpflanzen brauchen laut BUND Frostschutz an einem kühlen Ort, aber nicht im beheizten Wohnzimmer. Garage oder Keller kommen infrage, sonst schützen Sie die Pflanzen mit Vlies und Reisig.

Zum Naturschutz gehören im November zwei Handgriffe:

  • Reinigen Sie Nistkästen im Herbst oder Winter, um überwinternde Parasiten zu entfernen (BUND-Vogelratgeber).
  • Schichten Sie Schnittgut zu einem Reisighaufen auf. Der BUND nennt ihn einen idealen Platz für den Winterschlaf der Igel. Die Anleitung steht im Beitrag Benjeshecke anlegen.

Das übrige Schnittgut häckseln Sie zu Mulch. Der BUND empfiehlt eine 3 bis 5 cm dicke Mulchschicht, die Boden und Wurzeln schützt. Die Technik zeigt der Beitrag Mulchen mit Gehölz- und Heckenschnitt.

Was erledigen Sie von Dezember bis Februar?

Im Winter geht es um Ruhe, Wasser für Vögel und die Kontrolle der Lager. Der BUND rät, Laub, Zweige und Pflanzenreste liegen zu lassen, weil sie Vögeln, Insekten und anderen Tieren Lebensraum bieten. Die Bayerische Gartenakademie ergänzt, dass Samenstände von Stauden und Gräsern Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Schneiden Sie solche Stauden, soweit überhaupt nötig, erst im Frühjahr zurück. Dazu zählen Chinaschilf, Herbstaster und Mannstreu.

Vögel brauchen auch im Winter Wasser. Der BUND-Vogelratgeber empfiehlt ein standfestes, flaches Gefäß mit höchstens 10 cm Tiefe, das Sie in der Nähe von Sträuchern oder Hecken aufstellen. Wechseln und reinigen Sie das Wasser regelmäßig, um Krankheiten vorzubeugen. Futterstellen eignen sich, sobald es frostig wird. Silofutterhäuser oder Futtersäulen verhindern die Verschmutzung durch Vogelkot.

Im Januar prüfen Sie die eingelagerten Akkus. Einhell nennt als ideale Lagerdauer bis zu sechs Monate. Wer im November eingelagert hat, hat im Mai die Obergrenze erreicht. Kontrollieren Sie den Ladezustand einmal im Winter.

Wie lagern Sie Akkus über den Winter?

Lagern Sie Akkus trocken, frostfrei und bei 30 bis 70 % Ladung im Haus, nicht in der Garage. Einhell erläutert in seinem Akku-Ratgeber die Gründe. Leere Akkus entladen sich bei der Lagerung weiter selbst, bis eine Tiefentladung eintritt, die den Akku dauerhaft schädigen kann. Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung, Temperaturen unter 0 °C sind ebenfalls ungünstig.

Lagerbedingungen für Lithium-Ionen-Akkus von Gartengeräten laut Einhell
MerkmalEmpfehlung
Raumtrocken und staubgeschützt, frostfrei, vor Sonnenlicht und Hitze geschützt
Temperatur10 bis 40 °C zulässig, 15 bis 20 °C optimal, nicht unter 0 °C
Ort im Winterfrostfreier Keller oder im Haus, nicht in der Garage
Ladezustand bei langer Lagerungetwa 30 bis 70 %, bei Power X-Change erkennbar an 2 leuchtenden LEDs
Daueridealerweise bis zu sechs Monate
LadegerätAkku getrennt vom Ladegerät aufbewahren

Quelle: Einhell Germany AG, Akku-Ratgeber (Akkus richtig lagern und laden)

Die Angaben gelten für Einhell-Akkus. Bei anderen Marken zählt die Bedienungsanleitung. Gardena nennt für seine SILENO-Mähroboter laut netzwelt einen Ladezustand von nur 75 bis 90 %. Welche Systeme sich kombinieren lassen, erklärt der Ratgeber Akku-Systeme im Garten.

Wie wintern Sie Mähroboter, Häcksler und Heckenschere ein?

Reinigen Sie jedes Gerät vor dem Einlagern und lagern Sie es trocken und frostfrei. Die Schritte unterscheiden sich je nach Gerät.

Für den Mähroboter fasst netzwelt die Herstellerhinweise von Husqvarna zusammen:

  1. Noch einmal mähen. Der Rasen wird sonst vom Schnee zerdrückt.
  2. Letzte Ladung durchführen. Laden Sie den Akku auf den vom Hersteller empfohlenen Stand und schalten Sie den Roboter für die Lagerung aus. Ein leerer oder halb leerer Akku über den Winter führt zu dauerhaften Schäden.
  3. Reinigen und prüfen. Entfernen Sie Grasreste an Gehäuse, Klingenteller, Chassis und Ladestation. Prüfen Sie Klingen, Schrauben, Vorderradlager und Ladekontakte.
  4. Trocken lagern. Stellen Sie den Roboter in einem trockenen Raum über dem Gefrierpunkt ab, etwa in Garage, Schuppen oder Keller. Trennen Sie die Stromversorgung.
  5. Kabel im Boden lassen. Begrenzungskabel bleiben im Boden. Eine Verbinderbox schützt die Enden.

Beim Häcksler gilt: Das Umweltbundesamt rät, ihn nach jedem Gebrauch bei gezogenem Netzstecker oder entnommenem Akku zu reinigen. Schmieren Sie die Lager nach Vorgabe der Anleitung, schärfen Sie bei Messerhäckslern die Messer nach und stellen Sie bei Walzengeräten Andruckplatte und Gegenplatte nach. Die Bauarten erklärt der Beitrag Gartenhäcksler: Walzen- oder Messerhäcksler?.

Bei der Heckenschere reinigen Sie die Messer von Harz und Pflanzenresten und tragen anschließend ein Pflegemittel auf. Eine ausführliche Anleitung bietet der Ratgeber Heckenschere pflegen, stumpfe Messer behandeln Sie nach der Anleitung Heckenschere schärfen.

Bis wann dürfen Sie die Hecke zurückschneiden?

Starke Rückschnitte sind bis zum Ende des Monats Februar erlaubt, ab 1. März gilt das Verbot. § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG verbietet, Bäume außerhalb des Waldes, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen. Zulässig bleiben schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses. Die Landesregierungen können den Verbotszeitraum erweitern und aus klimatischen Gründen um bis zu zwei Wochen verschieben.

Das Schnittfenster für starke Eingriffe beginnt damit am 1. Oktober und endet mit dem letzten Februartag. Der BUND weist darauf hin, dass Verstöße mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet werden können. Welche Termine für Ihre Hecke gelten, zeigt der Ratgeber Hecke schneiden: Wann ist der richtige Zeitpunkt?. Dieser Hinweis ist keine Rechtsberatung. Klären Sie Landesregelungen bei Ihrer Gemeinde.

Tipp: Planen Sie den Rückschnitt an einem frostfreien Tag im Winter und prüfen Sie die Hecke vorher auf Nester und überwinternde Tiere. Der BUND weist darauf hin, dass Igel unter Hecken und Büschen ihre Heimstatt haben können.

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt, den Garten winterfest zu machen?

Von Oktober bis November. Mitte Oktober wässern Sie immergrüne Gehölze, im November schützen Sie empfindliche Pflanzen und lagern Geräte ein.

Soll ich im Herbst alles abschneiden?

Nein. Der BUND rät, Laub, Zweige und Pflanzenreste liegen zu lassen, weil sie Tieren Lebensraum bieten. Die Gartenakademie empfiehlt, Samenstände mancher Stauden bis zum Frühjahr stehen zu lassen.

Wie lagere ich den Akku meiner Heckenschere im Winter?

Frostfrei und trocken im Haus, bei 15 bis 20 °C, mit 30 bis 70 % Ladung und getrennt vom Ladegerät (Einhell). Nicht in der kalten Garage.

Wie lade ich einen Mähroboter vor dem Winter?

Auf den Stand, den der Hersteller empfiehlt. Für Gardena SILENO nennt netzwelt 75 bis 90 %. Schalten Sie den Roboter für die Lagerung aus.

Darf ich im November eine Hecke schneiden?

Ja. Das Verbot nach § 39 Abs. 5 BNatSchG gilt vom 1. März bis 30. September. Im Oktober bis Februar sind auch starke Rückschnitte erlaubt, sofern Ihr Bundesland keine abweichende Regelung trifft.

Müssen Begrenzungskabel des Mähroboters aus dem Boden?

Nein. Begrenzungskabel bleiben laut netzwelt im Boden. Eine Verbinderbox schützt die Enden.

Quellen

Redaktion heckenschere-vergleich.de

Wir vergleichen Heckenscheren, Ast- und Gartenscheren anhand von Herstellerdaten und erklären den richtigen Schnitt – unabhängig, mit Quellen und ohne gekaufte Platzierungen.

Zuletzt aktualisiert am 3. November 2026 · Über die Redaktion · So vergleichen wir

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